Einladung zum Jenaplansalon
17.03.2009 | Einmal jährlich veranstaltet der Förderverein Jenaplanschule Weimar e.V. den Jenaplansalon. Er ist eine Plattform, um über Bildungsthemen zu diskutieren, Anregungen zu schaffen, pädagogisches Handeln zu hinterfragen und den Umgang mit unseren Kindern zu reflektieren.
Wir möchten Sie recht herzlich zum diesjährigen Jenaplansalon zum Thema »Länger gemeinsam Lernen« am Donnerstag, den 2. April, 19.30 Uhr in das mon ami, Goetheplatz 11, einladen.
In Gemeinschaften erfahren und erwerben Kinder soziale Kompetenzen. Wer in Gemeinschaften agiert, schöpft Selbstvertrauen, erlernt Konfliktlösungsstrategien und den Umgang mit Verantwortung. Stabile Bindungen und Gemeinschaften stärken den Einzelnen. Sind sie auch beim Lernen eine hilfreiche Stütze, um sich an Neues und Unbekanntes zu wagen?
Das Thüringer Schulsystem selektiert bereits nach der 4. Klasse und übt somit einen Druck auf die Jüngsten aus, dem sie nicht gewachsen sind. Stärkende Bindungen im Schulalltag fallen weg und müssen neben schulischem Leistungsdruck neu erarbeitet werden. Bildungsbiographien und somit Lebensentwürfe werden hier schon vorgeschrieben. Wie steht es da mit gleichen Bildungschancen und einem der kindlichen Entwicklung angepassten und entspannten Lernen? Oder wird mit Gesamtschulen am Ende Gleichmacherei betrieben, ist individuelle Entwicklung in dieser Schulform überhaupt möglich? Sind Veränderungen im Bildungssystem überhaupt notwendig? Sind die Lernbedingungen so entscheidend? Sollte das Augenmerk nicht vielmehr auf den Lerninhalten liegen? Im diesjährigen Jenaplansalon diskutieren die folgenden Fachleute über den Sinn oder Unsinn des dreigliedrigen Schulsystems und das Potenzial von Gesamtschulen:
- Jürgen Röhreich (Vorsitzender der GEW Thüringen)
- Steffi Schorcht (Schulsozialarbeiterin Weimar)
- Lothar Sack (Bundesvorsitzender der GGG Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V.)
- Dr. Bernd Wilhelm (Schulleiter der Integrierten Gesamtschule Erfurt)
- Vertreter Thüringer Kultusministerium angefragt
- Prof. Matthias von Saldern (Institut für Pädagogik und Institut für Evaluation und Qualitätsentwicklung, Arbeitsstelle Schulentwicklung, Uni Lüneburg)
Moderation: Christine Schild
Nach der Gesprächsrunde hoffen wir auf eine spannende offene Diskussion und ergiebige Gespräche.
Mit freundlicher Unterstützung der GEW Thüringen
20.05.2012








